Mehr Google-Bewertungen bekommen Sie, wenn Sie zum richtigen Zeitpunkt fragen, den direkten Link mitschicken und keinen Druck ausüben. Eine kurze, freundliche Nachricht mit dem Bewertungslink, per E-Mail oder als QR-Code, genügt meist. Entscheidend ist, dass Kunden frei entscheiden können, keine Gegenleistung erhalten und Sie nicht nur die zufriedenen bitten.
Warum sind Google-Bewertungen wichtig?
Eine Google-Bewertung ist eine öffentliche Rezension in Ihrem Google-Unternehmensprofil. Sie erscheint in der Kartenansicht und in den lokalen Suchergebnissen. Für Sie zählen zwei Effekte: Interessenten lesen Bewertungen, bevor sie anrufen oder vorbeikommen. Und Google nennt Bewertungen selbst als Faktor für die lokale Platzierung, neben Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Beides spricht für ein Profil mit aktuellen, beantworteten Bewertungen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Anfrage?
Der beste Moment ist unmittelbar nach einem guten Erlebnis: nach der Übergabe, der Reparatur oder dem Termin. Vermeiden Sie Massenmails an alle Kunden, unabhängig davon, wie der Kontakt verlief. Besser ist eine kurze, persönliche Nachricht mit direktem Link. Beim Handwerk passt der Moment nach der Abnahme, im Handel wenige Tage nach der Lieferung, bei Dienstleistungen kurz nach dem Abschlussgespräch.
Wie fordern Sie Bewertungen an: QR-Code, Link oder persönlich?
| Weg | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| QR-Code an Theke oder Regal | Sofort, ohne Tippen | Kunde muss das Smartphone zücken |
| Link in E-Mail oder Nachricht | Persönlich, leicht zu teilen | Geht im Postfach unter |
| Link auf der Rechnung | Immer dabei | Wenig persönlich |
| Bitte im Gespräch | Wirkt am persönlichsten | Nur bei direktem Kontakt möglich |
Kombinieren Sie am besten einen QR-Code vor Ort mit einem Link in der Abschluss-E-Mail. Beide sollten direkt zum Bewertungsformular Ihres Profils führen.
Was ist bei der Bewertungsanfrage verboten?
Google untersagt gekaufte, gefälschte und belohnte Bewertungen. Für Ihre Anfrage bedeutet das:
- Keine Belohnungen: Rabatte, Geschenke oder Gewinnspiele für eine Bewertung sind tabu, gleich ob sie positiv oder negativ ausfällt.
- Keine Vorauswahl: Bitten Sie nicht nur Kunden, von denen Sie Lob erwarten. Wer negative Rückmeldungen umleitet, verstößt gegen die Richtlinien.
- Kein Druck: Der Kunde entscheidet frei und ohne Bedingung.
- Keine eigenen Bewertungen: Bewertungen von Mitarbeitern, Verwandten oder Dienstleistern in Ihrem Auftrag sind unzulässig.
Bei Verstößen kann Google Bewertungen entfernen oder das Profil einschränken. Auch das deutsche Wettbewerbsrecht (UWG) kann manipulierte Bewertungen als irreführende Werbung werten. Dies ist keine Rechtsberatung.
Wie antworten Sie auf Bewertungen, auch auf schlechte?
Ihre Antwort steht öffentlich unter der Rezension, und andere Interessenten lesen sie mit. Antworten Sie möglichst innerhalb weniger Tage und in der Sprache der Bewertung.
Bei positiven Bewertungen: persönlich bedanken, ein Detail aufgreifen, kurz bleiben.
Bei negativen Bewertungen:
- ruhig und sachlich reagieren, ohne sich zu verteidigen
- das Problem konkret benennen, ohne den Kunden zu beschuldigen
- eine Lösung oder ein Gespräch anbieten
- Floskeln ohne Inhalt vermeiden
Checkliste: Bewertungen regelkonform sammeln
- Bewertungslink aus dem Unternehmensprofil geholt und getestet
- QR-Code erstellt und vor Ort platziert
- Link in E-Mail-Signatur und auf Rechnungen eingetragen
- Festgelegt, wer wann um eine Bewertung bittet
- Antwortvorlagen für positive und kritische Bewertungen geschrieben
- Neue Bewertungen werden wöchentlich beantwortet
- Keine Belohnung, keine Vorauswahl, kein Druck
Fazit: Regelmäßig fragen, ehrlich antworten
Mehr Bewertungen brauchen Routine, keine Tricks. Fragen Sie zur richtigen Zeit, antworten Sie auf jede Rückmeldung und halten Sie die Richtlinien ein. So entsteht ein Profil, dem Kunden vertrauen. Lokale Sichtbarkeit insgesamt behandelt Local SEO: Lokal gefunden werden. Wenn Sie das in Ihren Alltag einbauen möchten, sprechen Sie mit uns oder lesen Sie mehr zu SEO und KI-Sichtbarkeit.




