Es gibt keinen festen Google-Ads-Preis: Im Prinzip zahlen Sie für jeden Klick, und dieser Klickpreis wird in einer Auktion festgelegt, die bei jeder passenden Suche neu abläuft. Die Höhe hängt von Ihrer Branche, Region, dem Wettbewerb und der Qualität Ihrer Anzeigen ab.
In diesem Artikel erklären wir, wie die Auktion funktioniert, warum gute Anzeigenqualität Klicks günstiger machen kann und wie Sie ein realistisches Budget planen, ohne fremde Durchschnittswerte zu übernehmen.
Wie wird der Google-Ads-Preis festgelegt?
Bei jeder Suche konkurrieren alle Werbetreibenden, die auf den Begriff bieten, um die verfügbaren Anzeigenplätze. Ihre Position ergibt sich vor allem aus Ihrem Gebot (dem Maximum, das Sie pro Klick zahlen möchten) und der Anzeigenqualität (wie gut Anzeige und Landingpage zur Suchanfrage passen). Bessere Qualität kann dieselbe Position mit niedrigerem Gebot ermöglichen. Sie zahlen in der Regel weniger als Ihr maximales Gebot: Der tatsächliche Preis reicht gerade aus, um den Wettbewerber unter Ihnen zu übertreffen.
Was ist der Quality Score und wie wirkt er sich auf Kosten aus?
Der Quality Score ist ein Richtwert, den Google in Ihrem Konto zur Anzeigenqualität ausweist. Er beruht auf drei Faktoren: erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung.
Die Kostenwirkung ist indirekt, aber real: Hohe Qualität verschafft dieselbe Position oft mit niedrigerem Gebot; schwache Qualität bedeutet höhere Kosten oder keine Auslieferung.
Welche Budgetlogik sollte ich anwenden?
Google gibt Ihnen zwei Stellschrauben: ein tägliches Budget pro Kampagne (die Obergrenze für den durchschnittlichen täglichen Verbrauch) und die Gebotsstrategie (wie aggressiv diese Obergrenze genutzt wird).
- Legen Sie das Kampagnenziel fest (Anfragen, Anrufe, Verkäufe) und setzen Sie ein tägliches Budget, das Sie für die gesamte Testphase tragen können.
- Wählen Sie eine Gebotsstrategie erst, wenn Sie wissen, was eine Conversion für Sie wert ist.
- Planen Sie eine Testphase von mehreren Wochen: Auktion und Lernphase brauchen Zeit.
| Planungsschritt | Frage | Datenquelle |
|---|---|---|
| Wert einer Anfrage | Was ist ein neuer Kunde wert? | Eigene Preise und Margen |
| Klickpreis | Was kostet ein Klick für Ihre Begriffe? | Keyword-Planer |
| Conversion-Rate | Wie oft führt ein Klick zu einer Anfrage? | Ihre Website oder Annahmen |
| Budget | Was kosten Klicks und Testphase zusammen? | Die obige Rechnung |
Wie schätze ich die Kosten ohne fremde Klickpreise?
Der häufigste Fehler: einen „Durchschnitts-CPC“ (durchschnittlicher Klickpreis) aus einem Artikel zu übernehmen und damit zu rechnen. Durchschnittswerte sagen nichts über Ihre Branche, Region oder Ihren Wettbewerb aus, bauen Sie die Schätzung auf eigenen Zahlen auf:
- Wählen Sie 5 bis 10 Suchbegriffe, die zu Ihrem Angebot passen, und holen Sie Klickpreisschätzungen im Keyword-Planer ab.
- Prüfen Sie, welcher Anteil Ihrer Besucher bereits Anfragen wird oder machen Sie eine klar gekennzeichnete Annahme, wenn Sie noch keine Daten haben.
- Berechnen Sie die Kosten pro Anfrage und leiten Sie das Budget daraus ab.
Was kostet die Betreuung neben dem Werbegeld?
Das Werbegeld fließt direkt an Google über Ihr eigenes Werbekonto. Dazu kommen Strategie, Einrichtung und laufende Optimierung, hier unterscheiden sich Anbieter.
| Leistung | Umfang | Preis |
|---|---|---|
| Digital-Marketing-Plan | Strategie, Setup, Optimierung und Reporting (Plan von mindestens 90 Tagen) | ab 890 € / Monat + Werbebudget |
| Einzelkanal | Nur eine Plattform, zugeschnitten auf Umfang und Budget | auf Anfrage |
Da Sie das Werbebudget direkt an Google zahlen, behalten Sie volle Transparenz. Für die komplette Budgetplanung lesen Sie unseren Beitrag zu Online-Marketing-Budgets für KMU.
Checkliste: Ist Ihr Budget realistisch geplant?
- Das Kampagnenziel ist definiert (Anfragen, Anrufe, Verkäufe)
- Klickpreisschätzungen stammen aus dem Keyword-Planer, nicht aus Durchschnitten
- Die Conversion-Rate ist definiert, die Annahme ist gekennzeichnet
- Das Budget deckt eine Testphase von mehreren Wochen ab
- Anzeigentext und Landingpage passen zu den Suchbegriffen
- Tracking und Conversion-Ziele sind vor dem Start gesetzt
Fazit: Planen Sie aus eigenen Zahlen, nicht aus Durchschnitten
Google Ads hat keine Preistabelle, es hat eine Auktion. Ihr tatsächlicher Klickpreis hängt vom Wettbewerb und von der Qualität Ihrer Anzeigen ab, und beides können Sie beeinflussen. Starten Sie mit dem Keyword-Planer und Ihren eigenen Conversion-Daten und skalieren Sie erst, wenn die Kosten pro Anfrage belastbar sind.
Sie möchten Ihre erste Kampagne strukturiert aufsetzen? Auf der Seite Digitales Marketing erklären wir unser Angebot, und Sie können Ihr Projekt direkt beschreiben. Zum Unterschied zwischen Such- und Social-Anzeigen lesen Sie Google Ads oder Meta Ads.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Hilfe-Center mit Artikeln zu Anzeigenauktion, Anzeigenrang und Quality Score
- Google Ads: Keyword-Planer




