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Keyword-Recherche für kleine Unternehmen: Die 60-Minuten-Methode

Keyword-Recherche für kleine Unternehmen: kostenlose Tools, Suchintention sortieren, ein Keyword pro Seite und die Zuordnung zu Ihren Leistungen.

5 Min. Lesezeit

Von WebDrift RedaktionRead in English

Ein einzelner blauer Planet mit einem schmalen, hellen Ring, davor schweben mehrere kleine leuchtende Punkte, die an Suchvorschläge erinnern, dunkler kosmischer HintergrundSEO & KI-Sichtbarkeit

Mit der 60-Minuten-Methode finden kleine Unternehmen in einer Stunde die fünf bis zehn Suchbegriffe, für die sich die Optimierung ihrer wichtigsten Seiten lohnt, ausschließlich mit kostenlosen Tools. Sie sammeln Begriffe, sortieren sie nach Suchintention und ordnen sie Ihren Leistungen zu.

Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie das ohne Abonnement und ohne Spezialwissen umsetzen.

Wo finde ich Keywords ohne bezahlte Tools?

Drei kostenlose Quellen liefern für kleine Unternehmen eine zuverlässige Basis:

  • Autocomplete: Tippen Sie einen Stammbegriff wie „Bürodienstleistungen Dresden“ in die Google-Suche und notieren Sie die Vorschläge. Das sind Formulierungen, die Menschen tatsächlich eingeben.
  • Google Keyword Planner: Das kostenlose Werkzeug zeigt Suchbegriffe samt Schätzung des monatlichen Suchvolumens. Sie brauchen dafür ein Google-Ads-Konto, aber keine laufende Kampagne. Ohne Kampagne erhalten Sie die Volumen oft nur als grobe Spannen.
  • „Ähnliche Suchanfragen“ und „Ähnliche Fragen“: In und unter der Ergebnisliste zeigt Google verwandte Formulierungen und Fragen. Sie sind oft die besten Anregungen für neue Seiten.

Was bedeutet Suchintention und warum sortieren Sie danach?

Hinter jeder Suchanfrage steht ein Ziel. Es heißt Suchintention und lässt sich grob in drei Typen einteilen:

IntentionTypische FormulierungenWas die Seite liefern sollte
Informieren„was ist …“, „wie funktioniert …“Eine klare, vollständige Antwort
Vergleichen„… vs …“, „… im Vergleich“, „beste …“Unterschiede, Kriterien, Empfehlung
Kaufen / handeln„… kaufen“, „… anfragen“, „… in Dresden“Angebot, Preis, Kontaktmöglichkeit

Wer die Intention ignoriert, schreibt eine Informationsseite für einen Begriff, hinter dem eine Kaufabsicht steht. Sortieren Sie daher jeden Begriff in eine der drei Spalten, bevor Sie eine Seite planen.

Warum gilt: ein Keyword pro Seite?

Google ordnet jede Seite Themen zu. Eine Seite, die fünf verschiedene Begriffe abdecken will, ist für den einzelnen Begriff oft zu ungenau und verliert gegen eine Seite, die genau dafür geschrieben wurde.

Die Praxis ist daher: Ein Haupt-Keyword pro Seite, dazu zwei bis drei eng verwandte Begriffe, die natürlicherweise vorkommen. So konkurrieren Ihre eigenen Seiten nicht miteinander. Die Grundlagen erklärt Was ist SEO?.

Wie ordne ich Keywords meinen Leistungen zu?

Legen Sie alle Leistungen Ihres Unternehmens als Spalten an, etwa Website, Wartung und SEO, und verteilen Sie die Begriffe darauf.

  • Eine Leistung, eine Seite: Jede Leistung bekommt genau eine zentrale Seite.
  • Lokale Variante mit Ort: Bei lokalen Angeboten kombinieren Sie den Begriff mit Ihrem Ort. „Buchhaltung Dresden“ ist meist konkreter als der allgemeine Begriff.
  • Fragen als eigene Seiten: Fragen aus „Ähnliche Fragen“ werden zu eigenen Unterseiten oder FAQ-Blöcken, die genau diese Frage beantworten.

Wie erkenne ich, ob ich bei einem Keyword gut platziert werden kann?

Prüfen Sie die erste Ergebnisliste des Begriffs:

  • Stehen dort andere kleine und mittlere Anbieter, Foren oder Verzeichnisse? Dann ist der Wettbewerb für Sie erreichbar.
  • Dominieren große Portale, Markenseiten oder Online-Shops? Dann ist der Begriff für den Anfang zu groß. Wählen Sie einen spezifischeren oder lokalen.
  • Gibt es bereits eine eigene Seite, die für den Begriff geschrieben ist? Wenn ja, überarbeiten Sie sie, statt eine neue anzulegen.

Für lokale Begriffe lohnt zusätzlich ein Blick auf Ihr Google-Unternehmensprofil, das bei Suchen wie „… in Ihrer Stadt“ eine große Rolle spielt. Wie Sie es ausbauen, lesen Sie in Google-Unternehmensprofil optimieren.

Checkliste: Ihre 60 Minuten im Überblick

  • 20 bis 40 Begriffe aus Autocomplete, Keyword Planner und ähnlichen Suchanfragen sind gesammelt
  • Jeder Begriff ist als informieren, vergleichen oder kaufen markiert
  • Jedem Begriff ist genau eine Seite zugeordnet
  • Jeder Begriff ist einer konkreten Leistung zugeordnet
  • Die erste Ergebnisliste der wichtigsten zehn Begriffe ist geprüft
  • Die fünf bis zehn wichtigsten Begriffe sind ausgewählt und notiert

Fazit: 60 Minuten statt endlose Recherche

Keyword-Recherche ist für kleine Unternehmen kein Marathon, sondern eine fokussierte Stunde pro Quartal. Die 60-Minuten-Methode liefert eine ehrliche Liste von fünf bis zehn Begriffen, die zu Ihren Leistungen passen und bei denen Sie realistische Chancen haben. Wer daraus konsequent je eine Seite pro Begriff baut, schafft auch eine gute Grundlage für Sichtbarkeit in KI-Antworten, wie in KI-Sichtbarkeit: So empfiehlt ChatGPT Ihr Unternehmen beschrieben.

Wenn wir Ihre Liste gemeinsam mit Ihrer Website prüfen sollen, starten Sie mit einem Erstgespräch. Mehr zu unserer Leistung finden Sie unter SEO und KI-Sichtbarkeit.

Quellen

#Keyword-Recherche#SEO#Suchintention#Google Keyword Planner#KMU

HÄUFIGE FRAGEN

Kurz beantwortet.

01Welches Tool brauche ich für die Keyword-Recherche?
Für den Anfang genügen der kostenlose Google Keyword Planner und die Autocomplete-Vorschläge der Google-Suche. Damit finden Sie realistische Begriffe ohne Abonnement. Bezahlte Werkzeuge lohnen sich erst bei tieferen Analysen.
02Wie viele Keywords sollte ich verwenden?
Pro Seite ein Haupt-Keyword und zwei bis drei verwandte Begriffe. Mehr verwässert die Aussage der Seite. Besser wenige Seiten mit klarem Fokus als viele mit verwässertem Thema.
03Was bedeutet Suchintention?
Die Suchintention ist das Ziel hinter einer Suchanfrage: sich informieren, vergleichen oder kaufen. Eine Seite sollte genau das liefern, sonst verlassen Besucher sie, ohne zu handeln.
04Wie erkenne ich, ob ich bei einem Begriff gut platziert werden kann?
Prüfen Sie die erste Ergebnisliste: Stehen dort lokale Anbieter, kleine Websites oder Foren, sind Ihre Chancen besser. Stehen nur große Portale oder Markenseiten, ist der Wettbewerb für ein kleines Unternehmen oft zu hoch.
05Wie oft sollte ich meine Keywords aktualisieren?
Etwa einmal im Quartal. Formulierungen, Angebote und Suchergebnisse ändern sich; eine kurze Aktualisierung mit denselben kostenlosen Werkzeugen genügt.

ÜBER DIE REDAKTION

WebDrift Redaktion

Die WebDrift Redaktion ist das Team hinter WebDrift in Dresden für Entwicklung, Design, KI-Automatisierung und Sichtbarkeit. Wir schreiben über das, was wir täglich für kleine und mittlere Unternehmen bauen: ehrlich, praxisnah und ohne erfundene Zahlen.