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Claude, ChatGPT oder Gemini im Unternehmen: So wählen Sie (Kriterien statt Rangliste)

Claude, ChatGPT oder Gemini im Unternehmen? Acht Kriterien von Datenschutz bis Kostenmodell und ein Testverfahren statt einer schnell alternden Rangliste.

4 Min. Lesezeit

Von WebDrift RedaktionRead in English

Drei abstrakte leuchtende Kugeln unterschiedlicher Oberflächen auf Sockeln, davor ein Klemmbrett mit Kontrollkästchen, in einem dunklen Studio ohne LogosKI-News & Modelle

Welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt, entscheiden Datenschutz und Vertrag, Integrationen, Kostenmodell, Verwaltung und die Eignung für Ihre Aufgaben, nicht eine Rangliste. Claude, ChatGPT und Gemini sind leistungsfähige Angebote, die sich ständig ändern. Deshalb bekommen Sie hier Kriterien und ein Testverfahren statt einer Empfehlung, die in wenigen Monaten überholt wäre.

Welche Kriterien sind entscheidend?

Die folgende Tabelle zeigt acht Kriterien mit der Frage, die Sie jedem Anbieter stellen sollten. Gewichten Sie jede Zeile für sich mit eins bis drei.

KriteriumFrage an den AnbieterGewicht (1 bis 3)
DatenverwendungWerden meine Eingaben gespeichert oder zum Training genutzt, und lässt sich das steuern?
Vertrag und DatenschutzGibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, Hinweise zu Drittlandtransfer und Unterauftragnehmern?
SpeicherortKann ich die Datenverarbeitung auf die EU begrenzen?
IntegrationenPasst das Werkzeug zu meinen Systemen, etwa Office, Kalender, CRM, Schnittstelle?
KostenmodellZahle ich pro Nutzer oder nach Verbrauch, und gibt es Nutzungsgrenzen?
AufgabeneignungLöst es meine typischen Aufgaben ausreichend gut?
VerwaltungGibt es zentrale Nutzerverwaltung, Anmeldung über das Firmenkonto, Protokolle?
AusstiegKann ich Daten exportieren und den Anbieter wechseln?

Was müssen Sie beim Datenschutz besonders prüfen?

Sobald personenbezogene Daten in ein Modell gelangen, gilt die DSGVO. Klären Sie, ob ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung besteht (Art. 28 DSGVO), wo die Daten verarbeitet werden und ob Eingaben zum Training verwendet werden. Für Geschäftskunden-Tarife gelten oft andere Bedingungen als für private Konten. Die Datenschutzhinweise der Anbieter ändern sich; lesen Sie die aktuelle Fassung, bevor Sie entscheiden: Anthropic, OpenAI und Google Gemini. Mehr zu diesem Thema bietet ChatGPT im Unternehmen DSGVO-konform nutzen. Das ist keine Rechtsberatung.

Achten Sie auch auf die Verwaltung: Anmeldung über das Firmenkonto und die Möglichkeit, Zugänge zentral zu sperren, wenn jemand das Unternehmen verlässt. Fehlen solche Funktionen, weichen Beschäftigte oft auf private Konten aus („Schatten-KI“), über die Sie keine Kontrolle haben.

Wie testen Sie die Aufgabeneignung?

Wählen Sie drei bis fünf typische Aufgaben, etwa eine Kundenantwort entwerfen, ein Dokument zusammenfassen und Angaben aus einem Text herausziehen. Anonymisieren Sie die Beispiele. Geben Sie jedem Kandidaten dieselbe Anweisung, bewerten Sie die Antworten ohne Kenntnis des Modells und notieren Sie Fehler, Tempo und Kosten. Die genaue Vorgehensweise beschreibt Neues KI-Modell bewerten.

Halten Sie Ergebnis und Gründe fest. Wenn zwei Kandidaten gleichauf liegen, entscheidet der Bereich, in dem Sie keine Kompromisse eingehen wollen: meist Datenschutz oder Integration.

Muss es ein Anbieter sein?

Nein. Viele Unternehmen nutzen je Aufgabe das passende Modell, zum Beispiel ein Modell für lange Dokumente und ein anderes für die Integration in ein Office-Paket. Das erhöht allerdings den Verwaltungsaufwand. Bauen Sie Abläufe so, dass sich das Modell austauschen lässt. Auch offene Modelle auf eigener Hardware kommen in Frage, wie Open-Source- vs. proprietäre KI-Modelle zeigt.

Der EU AI Act verlangt von Betreibern außerdem ausreichende KI-Kompetenz der Beschäftigten. Legen Sie deshalb eine kurze Nutzungsregel fest: welche Daten erlaubt sind, wer Ergebnisse prüft und wie Fehler gemeldet werden.

  • Aufgaben benannt, für die das Modell eingesetzt werden soll
  • Datenschutz, Vertrag und Speicherort je Anbieter geprüft
  • Kriterien gewichtet und Kandidaten bewertet
  • Zwei bis drei Kandidaten mit anonymisierten Testaufgaben verglichen
  • Kostenmodell mit der tatsächlichen Nutzung durchgerechnet
  • Nutzungsregel für Beschäftigte festgelegt
  • Datum für die nächste Überprüfung gesetzt

Fazit: Kriterien, Test, Überprüfung

Die Wahl zwischen Claude, ChatGPT und Gemini ist keine Glaubensfrage, sondern eine Abwägung nach Ihren Regeln und Aufgaben. Gewichten Sie die Kriterien, testen Sie mit eigenen Beispielen und prüfen Sie regelmäßig neu. Wenn Sie Unterstützung bei Auswahl und Einführung möchten, sehen Sie sich unsere KI-Automatisierung an oder schildern Sie uns Ihre Aufgaben.

Quellen

#Claude#ChatGPT#Gemini#KI-Auswahl#Datenschutz#Unternehmen

HÄUFIGE FRAGEN

Kurz beantwortet.

01Welches Modell ist das beste?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Modelle werden alle paar Monate überholt, und die Eignung hängt von Ihrer Aufgabe ab. Testen Sie mit eigenen Beispielen, statt einer Rangliste zu vertrauen.
02Darf ich Kundendaten in ChatGPT, Claude oder Gemini eingeben?
Nur, wenn Datenschutz und Vertrag das abdecken: Auftragsverarbeitung, Verwendung der Eingaben, Speicherort und Zweck. Private Tarife sind dafür meist nicht gedacht. Das ist keine Rechtsberatung.
03Muss ich mich für einen Anbieter entscheiden?
Nein. Viele Unternehmen nutzen mehrere Modelle für verschiedene Aufgaben. Achten Sie darauf, dass Ihre Abläufe nicht an einen Anbieter gebunden sind.
04Was kostet die Nutzung im Unternehmen?
Die Preismodelle unterscheiden sich: Entweder zahlen Sie pro Nutzer und Monat oder nach verarbeiteter Textmenge über eine Schnittstelle. Rechnen Sie mit Ihrer tatsächlichen Nutzung.
05Wie oft sollte ich die Wahl überprüfen?
Mindestens halbjährlich und bei größeren Modellwechseln. Halten Sie Ihre Testaufgaben fest, dann lässt sich jeder neue Kandidat schnell gegen den bisherigen prüfen.

ÜBER DIE REDAKTION

WebDrift Redaktion

Die WebDrift Redaktion ist das Team hinter WebDrift in Dresden für Entwicklung, Design, KI-Automatisierung und Sichtbarkeit. Wir schreiben über das, was wir täglich für kleine und mittlere Unternehmen bauen: ehrlich, praxisnah und ohne erfundene Zahlen.