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Logo-Dateiformate erklärt: SVG, PNG, PDF und wann Sie welches brauchen

Welche Logo-Dateiformate brauchen Sie? SVG und PDF als Vektor-Original, PNG mit Transparenz für den Alltag, dazu Farbräume und Lieferumfang.

4 Min. Lesezeit

Von WebDrift RedaktionRead in English

Ein schlichtes Logo in vier Darstellungen: Vektorumriss, Pixelraster, Druckbogen sowie helle und dunkle Variante im Blaupausen-StilBranding & Design

Für ein Logo brauchen Sie als Original eine Vektordatei (SVG oder PDF) und für den Alltag PNG-Dateien mit transparentem Hintergrund. Welche Logo-Dateiformate Sie wofür einsetzen, hängt davon ab, ob das Logo auf dem Bildschirm oder in Druckereien genutzt wird. Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Formate, Farbräume und den Lieferumfang, den Sie von einer Agentur erwarten können.

Was ist der Unterschied zwischen Vektor- und Pixelgrafik?

Eine Vektorgrafik beschreibt ein Logo mit Linien, Kurven und Flächen. Deshalb lässt sie sich beliebig vergrößern, vom Favicon bis zur Fassadenwerbung, ohne unscharf zu werden. Eine Pixelgrafik besteht dagegen aus einem festen Raster aus Bildpunkten. Wird sie stark vergrößert, wirkt sie verwaschen oder treppig.

Ihr Logo sollte deshalb zuerst als Vektor entstehen. Daraus lassen sich alle Pixelformate in den benötigten Größen exportieren. Umgekehrt geht das nicht zuverlässig: Aus einem kleinen PNG entsteht kein sauberes Original.

Welches Logo-Dateiformat brauchen Sie wofür?

Die folgende Tabelle ordnet die gängigen Formate ihren Einsatzzwecken zu.

FormatArtGeeignet fürHinweis
SVGVektorWebsite, Apps, BildschirmBleibt scharf, meist sehr klein
PDFVektorDruckereien, Angebote, WeitergabeSchrift sollte in Pfade umgewandelt sein
PNGPixelDokumente, Präsentationen, Social MediaTransparenz möglich, in Größe exportieren
JPGPixelFotos, selten für LogosKeine Transparenz, Artefakte an Kanten
WebPPixelWebsiteKlein und modern, nicht überall nutzbar

EPS und AI sind ältere beziehungsweise programmspezifische Vektorformate. Manche Druckereien verlangen sie noch, in der Regel genügt heute ein sauberes PDF. SVG-Dateien sind Text und lassen sich deshalb von Browsern direkt darstellen. Laden Sie SVG nur aus vertrauenswürdigen Quellen, da sie Skripte enthalten können. Einen Überblick über Bildformate im Web bietet MDN.

RGB, CMYK, Sonderfarben: Welcher Farbraum gehört wohin?

Bildschirme mischen Farben aus Rot, Grün und Blau (RGB), Angaben erfolgen oft als Hex-Wert. Der Druck arbeitet mit Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK). Weil beide Räume nicht deckungsgleich sind, kann ein leuchtendes Bildschirm-Blau gedruckt dunkler wirken.

Legen Sie deshalb für jede Farbe beide Angaben fest und lassen Sie wichtige Druckfarben testweise proofen. Bei strengen Farbvorgaben kommen Sonderfarben wie Pantone oder HKS in Frage. Das kostet im Druck meist mehr und lohnt sich vor allem bei Verpackung, Schildern oder großen Auflagen.

Was sollten Sie von einer Agentur verlangen?

Verlangen Sie ein vollständiges Logo-Paket, nicht nur eine Datei. Üblich sind Varianten für verschiedene Hintergründe und Formate: farbig, einfarbig schwarz, weiß für dunkle Flächen, horizontal, gestapelt und als quadratische Bildmarke für Profilbilder und Favicon.

Dazu gehören ein editierbares Original und Hinweise zu den verwendeten Schriften. Im Logo selbst sollte die Schrift in Pfade umgewandelt sein. Klären Sie außerdem schriftlich die Nutzungsrechte. Nach der Zweckübertragungsregel des Urheberrechts (§ 31 Abs. 5 UrhG) reichen eingeräumte Rechte nur so weit, wie der Vertrag sie nennt. Das ist keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit hilft eine Fachperson.

  • Logo als SVG und als PDF (Vektor) erhalten
  • PNG mit transparentem Hintergrund in mehreren Größen erhalten
  • Varianten farbig, schwarz, weiß sowie horizontal, gestapelt und Bildmarke erhalten
  • Farbwerte für Bildschirm (Hex, RGB) und Druck (CMYK) dokumentiert
  • Editierbares Original und Schriftangaben im Paket
  • Nutzungs- und Bearbeitungsrechte schriftlich geregelt

Fazit: Ein Original, viele Ableitungen

Sie benötigen nicht viele Formate, sondern ein sauberes Vektororiginal und die richtigen Ableitungen für Web, Dokumente und Druck. Wie ein solches Paket zur Marke passt, zeigt auch unser Beitrag über das Logo und seine Kosten. Woran Sie ein gutes Logo erkennen, lesen Sie in Was macht ein gutes Logo aus?. Wenn Sie ein Logo oder Branding planen, informieren Sie sich über unser Branding oder beschreiben Sie uns Ihr Vorhaben.

Quellen

#Logo#Dateiformate#SVG#Vektorgrafik#Farbraum#Branding

HÄUFIGE FRAGEN

Kurz beantwortet.

01Reicht ein PNG als Logo-Datei?
Für viele Alltagsaufgaben ja, für ein Original nicht. PNG ist ein Pixelformat und lässt sich nicht verlustfrei vergrößern. Bewahren Sie deshalb immer zusätzlich eine Vektordatei auf.
02Darf mein Logo als JPG vorliegen?
Technisch ja, sinnvoll ist es selten. JPG unterstützt keine Transparenz und erzeugt bei Linien und Schrift sichtbare Artefakte.
03Was ist eine Favicon-Datei und brauche ich sie?
Das Favicon ist die kleine Variante Ihres Logos im Browser-Tab. Ihre Website braucht es; meist liefert die Agentur dafür eine quadratische Bildmarke in mehreren Größen.
04Was bedeutet „Schrift in Pfade umwandeln“?
Die Buchstaben werden in Formen umgerechnet und sind dann keine Schrift mehr. So sieht das Logo überall gleich aus, auch wenn die Schrift auf dem Rechner fehlt.
05Wem gehört das Logo nach der Bezahlung?
Das hängt vom Vertrag ab. Klären Sie vorab schriftlich, welche Nutzungs- und Bearbeitungsrechte Sie erhalten.

ÜBER DIE REDAKTION

WebDrift Redaktion

Die WebDrift Redaktion ist das Team hinter WebDrift in Dresden für Entwicklung, Design, KI-Automatisierung und Sichtbarkeit. Wir schreiben über das, was wir täglich für kleine und mittlere Unternehmen bauen: ehrlich, praxisnah und ohne erfundene Zahlen.